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Blütenfreude

Diese Freude, die mich überkommt, wenn ich sie nur sehe! Diese unendliche, tiefe Freude, Glückseligkeit, Dankbarkeit. Das überwältigende Gefühl der tiefen Ehrfurcht vor der Natur.

Ich lasse mich gerade von den Blumen, die in unserem Garten wachsen, inspirieren. Immer wieder und immer mehr komme ich in diesen Genuss, Blumen und Pflanzen so sehr zu schätzen, dass ich es fast nicht beschreiben kann.

Gerade sitze ich im Garten unter einem Baum, über mir rascheln die Blätter, die Sonne spielt mit den Blättern Verstecken, ein Lüftchen streicht mein Haar, mein Gesicht. Neben mir steht meine heutige Ernte: Blüten. Bunt, vielfältig, beim genaueren Betrachten verspielt und zierlich.

In unserer Bienenblumenwiese neben dem Haus habe ich mir erlaubt, ein paar (den Rest lasse ich den braven Arbeiterinnen natürlich!) dieser Blüten zu sammeln, um sie zu trocknen. Ich liebe es, mein Essen bunt zu machen – und diese Blüten machen getrocknet und frisch jedes Essen zu einem Festmahl.

Scheint auch ein Festmahl für diese Dame zu sein

Und das ist eines der Rezepte, die ich für mich herausgefunden habe: Ein “normales”, alltägliches Ritual (wie beispielsweise das Essen) zu einem kleinen Fest zu machen.
Das schöne Geschirr verwenden, Blumen auf den Tisch stellen, bunte Blüten über das Essen streuen. All das sind kleine Gesten, mit denen ich mir meine Welt ein bisschen bunter und festlicher machen kann. All das sind Dinge, mit denen ich mir selbst und meinem Leben Liebe und Wertschätzung entgegenbringe. Mit denen ich mir zeige, dass mein Leben es wert ist, schön gelebt zu werden.

Und wenn das so einfach geht, dann ist es doch gleich noch viel schöner!

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Hollersaft – oder: Über die Dankbarkeit

Vor zwei Tagen habe ich meinen ersten Hollersaft gemacht (was sehr verwunderlich ist, weil ich Hollersaft LIEBE und es Holler nicht erst seit diesem Jahr gibt! Aber es scheint, dass da in mir ein Knopf aufgegangen ist, denn erst jetzt sehe ich das alles, was es gibt und was ich verkochen, verarbeiten und verspeisen kann!) und da das Herstellen von Sirup so überraschend einfach ist, habe ich beschlossen, dass ich auch gleich noch einen zweiten – etwas experimentelleren – Sirup mache: Lavendel und Zitronenmelisse. All das gibts im Garten und beim Kochen hab ich mich schon auf meine Kreation gefreut!

Ich liebe das Gefühl, eine Grundtechnik (in diesem Fall “Wie stelle ich Sirup her”) (kennen) zu lernen und diese dann kreativ auszuweiten, anzupassen, zu verändern und damit zu spielen! Ich liebe das besonders ind er Küche, weil das Produkt so herrlich sinnvoll (und in den meisten, meisten Fällen auch noch so genießbar) ist!

Und dann überkommt es mich. Dieses befriedigende, wohlige, zutiefst dankbare Gefühl, wenn ich die Schätze der Natur kosten, pflücken und verwerten darf.

Besonders jetzt, wenn die ersten Ribisl rot, die Lavendelblüten lila und der Zucchini grün aus dem Beet leuchten, wenn die Linde süßlich duftet und die Kräuter im Wind wehen. Dann überkommt es mich.

Diese Geschmäcker, diese Düfte, diese herrliche Vielfalt. Dieser Schatz, diese Fülle, diese schier unpflückbaren Massen an Früchten, Gemüse und Kräutern, Blüten, Stängeln und Knospen! Es ist ein herrliches Gefühl, diese Geschenke der Natur wahrzunehmen, zu sehen, zu schmecken, zu riechen, zu genießen!

Und so, liebe Leute, werde ich heute Abend meinen ersten selbstgemachten Sirup verkosten, mich des Lebens und der Sonne erfreuen und dankbar mein Säftchen trinken!

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Vom Weltverständnis

Kennt ihr das? Ihr lest etwas, versteht es und denkt nicht einmal darüber nach, ob jemand anders etwas anderes verstehen kann.

So geht es mir ganz oft. Denn ich leb in meiner Welt und sage und mache, schreibe und lese Dinge, die ich nun mal mit meinem Weltverständnis so an- und aufnehme. Doch dass jede und jeder eine eigene kleine Welt hat und daher auch ein eigenes (kleines) Weltverständnis, das ist etwas, das ich immer wieder lernen darf.

Gerade letztens habe ich mit meiner Nichte ein kleines Kreativprojekt gemacht: Das Buch von Keri Smith “Mach dieses Buch fertig”. Es war aufregend, herausfordernd, lustig und zum Nachdenken anregend.

Dieses Buch ist ein Mitmachbuch. Es geht dabei nicht ums schöne Ausmalen, nein, es geht ums kreative Mitmachen. Seite aufschlagen, Anweisung befolgen. Und dann kommt dabei unter anderem heraus, dass das Buch ohne Hände aufgehoben werden soll, dass unnütze Dinge eingeklebt und Seiten herausgerissen werden sollen. Und eine Seite sagte Folgendes:

“Schreibe mit dem Stift im Mund

Für mich ganz klar, was das bedeutet. Ich beachtete für einen Moment gar nicht, was meine Nichte machte, die nach einem schwarzen Stift fragte, weil man den anderen ja nicht sehen konnte. Den gab ich ihr und schon hatte sie ihn im Mund. Ich verstand nicht ganz, las die Anweisung noch einmal, beobachtete sie und stellte überrascht fest, dass sie mit dem Stift im Mund schrieb. Mit dem Stift malte sie eifrig kleine Buchstaben in ihren Mund. Sie hat den Satz einfach mit einer anderen Betonung als ich gelesen und das Resultat war ein komplett anderes.

Hin und weg von diesem Einfall – und der Tatsache, dass ihre Welt und meine Welt für einen Moment ganz etwas anderes verstanden, brachte es mich dazu, diesen Text zu schreiben.

Denn was wir lesen/schreiben/sagen/denken/annehmen/verstehen… ist noch lange nicht das, was die und der andere verstehen.

Und so ist es immer und immer und immer wieder. Und wenn wir die Ideen der anderen verstehen wollen, dann müssen wir ganz genau zuhören, zuschauen, mitfühlen und versuchen, unser Verständnis auch mal hinten anzustellen, um dem der anderen Platz zu machen.

Viel Freude beim Hinhören und anders Denken!

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Warum ich mir manchmal selbst Geschenke mache.

Und da sitze ich, bin zufrieden und habe dieses wohlig warme Gefühl in mir. Ich war gerade nett zu mir. Tue mir was Gutes und erfreue mich an meiner Freude.

Ich habe mir gerade ein Geschenk gemacht, mir Zeit genommen für mich und den Moment vollkommen genossen.

Geschenke zu machen finde ich wunderbar – das kindliche Gefühl der vorfreudigen Überraschung, das Gesicht der Beschenkten, die strahlenden Augen und meine erfülltes Gefühl, etwas Schönes gemacht zu haben. All das passiert, wenn ich anderen Geschenke mache. Und all das passiert auch, wenn ich mir selbst ein Geschenk mache.

Ich habe mir das Abo der Zeitschrift FLOW selbst geschenkt. Einfach so. Und ohne lange zu überlegen. Einfach, weil ich mich gerne mag und weil ich es schön finde, Schönes zu schenken und zu bekommen.

Einfach so Geschenke machen find ich wunderbar! Eine kleine Karte, eine kleine Blume, die Aufmerksamkeit und Liebe ausdrücken. Mir selbst ein Geschenk zu machen – sei das jetzt materiell oder auch nicht – finde ich auch ganz fein. Und wichtig.

Denn ich mag mich und das zeige ich mir auch, so oft und gut es geht. Sei es durch Zeit mit mir selbst, ein Geschenk zwischendurch und einfach so oder ein gutes Wort über mich selbst.

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Vom Fertigmachen

Manchmal mache ich mich fertig, wenn ich nicht alles fertig mache.

Und das kanns ja wohl nicht sein! Das habe ich mir heute auch gedacht und so habe ich beschlossen, mitten in einer – etwas ungemütlicheren – Situation, das (Geschirr-)Handtuch zu werfen und mit einer weitaus gemütlicheren Situation zu beginnen.

Es war so: Ich war alleine zuhause und wollte noch schnell, bevor ich wieder in Gesellschaft war, einen Kuchen backen, die Küche aufräumen und dann noch entspannt auf der Couch lesen. Während der Kuchen bereits im Ofen dahinbackte, das Waschbecken vor mir nicht leerer zu werden schien und die Minute des Nicht-mehr-Alleinseins näher rückte, wurde mir auf einmal bewusst, dass ich mir selbst gar nicht gehorchen musste. Die Pläne, die nur in meinem Kopf existierten, mussten überhaupt nicht erfüllt werden. Und so ließ ich das Abwaschen, schwang mich auf die Couch und freute mich lesend über diese befreiende Erkenntnis.

Manchmal machen mich die Pläne und Vorstellungen in meinem Kopf ganz schön ungemütlich und stressig. Und heute hatte ich diesen klaren Moment, der mir zeigt, dass es egal ist, etwas nicht zu Ende zu machen. Etwas Ungemütliches einfach ein bisschen aufzuschieben (oder sogar von jemand anders erledigen zu lassen), der Gemütlichkeit die Tür zu öffnen und zu genießen, was es zu genießen gibt.

Wie fein es doch ist, mich immer wieder von meinen Gedanken, Glaubenssätzen und gestressten To-Do-Listen im Kopf zu verabschieden und stattdessen zu lesen, zu genießen oder einfach nichts zu tun. Denn fertig werden die Dinge ja eh irgendwann. Vielleicht einfach dann, wenn es leichter geht.

Ich wünsch euch Momente des (euch) Nicht-fertig-Machens.

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Orte der Inspiration

Ich sitze hier mit Blick auf einen Baum, die Vögel zwitschern und in meinem Kopf gibt es keine Pläne. Ich schreibe und schreibe, es sprudelt und fließt, das muss wohl ein Ort der Inspiration sein, an dem ich mich hier gerade befinde.

Ich überlege und versuche mit euch zu teilen, was diesen Ort inspirierend für mich macht.

Eine Sache ist, dass ich Zeit habe – weder ein Plan, noch irgendeine Pflicht wartet auch mich. Ich habe frei – im Kopf und im Kalender. Ich bin zudem an einem Ort, an dem ich jederzeit alles und nichts machen kann. Ich habe keinen Hunger, nicht nach Essen, nicht nach Abenteuer. Ich bin einfach einfach. Mein Kopf ist leicht, ich kann gut und viel schlafen hier. Ich weiß, dass alles, was ich mache, hier seinen Platz hat. Ich bin ruhig und bekomme Ruhe von den Menschen, die mit mir an diesem Ort sind.

Inspiration bekomme ich also nicht nur von Eindrücken, sondern ganz oft vom Nichts. Nichts tun, nichts leisten, nichts vorhaben, nichts müssen. Es sind die freien Momente, die mich beflügeln, die mich gelassen machen, die mir Raum im Kopf geben, um zu kreieren, zu schreiben. Ich kann ganz langsam sein, meinem eigenen Rhythmus folgen und muss nichts.

Ich bin an einem Ort der Inspiration und genieße es so sehr. Ich bin dankbar und erfüllt, immer wieder Orte und Räume der Inspiration und des Ausdrucks zu finden und zu haben.

Es grüßt und küsst die Pampelmuse.

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Ein neuer Abschnitt

Die Pampelmuse ist eine Idee, die mir schon länger im Kopf und Herzen herumflattert.

Und jetzt habe ich die Muße, die Zeit und Energie, diese Idee zu beginnen, weiterzuführen, zu verändern und zu gestalten.

In den folgenden Texten lest ihr von meinen Reisen in Südamerika. Während dieser Zeit habe ich meinen Reiseblog trudledurchdiewelt.wordpress.com geführt. Diese Texte möchte ich euch nicht vorenthalten, weil sie Teil meiner Geschichte sind. Die Themen umfassen nicht nur das Reisen, sondern auch sonst vieles von dem, was mir wichtig ist und am Herzen liegt.

Pampelmuse-Texte folgen nach und nach. Wenn ich inspiriert bin, mir Zeit zum Denken und Schreiben nehme, wenn ich etwas mit euch teilen möchte.

Ich freue mich von Herzen, dass ihr dabei seid!

K. alias Die Pampelmuse.