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Lachende Weinreise

Ein Wochenende, ein Kurztrip, eine Auszeit liegen hinter mir. Es waren Tage voller Gemütlichkeit, einfacher Entscheidungen und Ausgelassenheit. Tage voller Freundschaft und Gelächter, voller tiefer Gespräche und gutem Wein.

Weite Landschaft, fühlt sich gleich anders an als daheim

Wir haben uns diese Tage gegönnt, haben sie lange schon im Kopf gehabt und jetzt endlich verwirklicht. Haben den Alltag daheim lassen und uns für ein paar Tage herausgenommen aus der alltäglichen Normalität.

Eine kleine Reise mit Freundinnen. Ein paar Tage wertvollster gemeinsamer Zeit. So gut hat es getan, zu wissen, dass beim Wegfahren noch viele, viele gemeinsame Stunden vor uns liegen. Und bereits ab dem ersten Moment war es lustig, ausgelassen und heiter. Einfach, unkompliziert und echt.

Unkompliziert heißt manchmal, alles von oben (oder außen) zu sehen

Wir haben über unsere gemeinsamen Erinnerungen gelacht, uns Fragen über die Zukunft gestellt und den Moment im Jetzt so genossen. Wir konnten lange reden, hatten am dritten Tag immer noch viel zu besprechen und besonders durch diese Zeit haben sich wieder neue Erinnerungen gebildet, von denen wir noch lange zehren werden.

Zeit mit Freundinnen zu verbringen ist so wohltuend und heilsam. So viel gemeinsam zu lachen und die Zeit so herrlich sinnvoll und langsam gemeinsam zu verbringen, kann nur gesund sein! 

Apropos gesund – hier ein paar Gartenschätze im Sonnentor-Hauptlager

Immer wieder haber ich innegehalten und eine tiefe Dankbarkeit in mir gespürt. Dieses gute, wärmende Gefühl von Verstandensein, Vertrautheit und Daheimfühlen. Bei und mit meinen lieben Freundinnen, egal wo.

Ich danke euch von Herzen, ihr Lieblingsmenschen. Auf ein nächstes Mal! Auf unsere Freundschaft! Auf das Leben!

Denn – so kann ich es jetzt wieder einmal bestätigen – aus Beziehungen, Begegnungen und gut gelebter Zeit, die zu gemeinsamen Erinnerungen wird, besteht das Leben.

Statt Gewürze wie in diesem Apothekerschrank, sammeln wir Erinnerungen
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Das Leben feiern

Ich sitze mit meinem Glas Wasser im Garten und frage mich, was es ist, das mich gerade so glücklich stimmt.

Ich muss auch nicht lange überlegen und merke, dass es das ich nicht nur Wasser trinke, sondern dass ich es feiere, dieses Wasser zu trinken. Denn ich habe es mit Beeren, Zitronenscheiben, Minze und einem Regenbogenstohhalm besonders sein lassen. Es ist das Feiern des Lebens, das mich so zufrieden stimmt, mich beflügelt und beruhigt. 

Ein Bild des Wasserfests

Am Wochenende haben wir eines der schönsten Feste feiern dürfen, das ich mir nur vorstellen konnte. Wir feierten unsere Liebe, unser Leben, unser Dasein. Und ganz viele liebe Leute feierten mit. Diese Feier war etwas ganz Außergewöhnliches – für uns alle. Doch viele Momente, viele Details waren sehr ähnlich zu dem, was ich auch so im Alltag mache.

Liebe, Liebe, Liebe und ein Fest

Das Leben zu feiern heißt für mich nicht zwangsläufig, jedes Wochenende 100 Leute einzuladen und ein Fest zu schmeißen. Nein. Das war eine Ausnahme. Das kleine Feiern passiert dazwischen, passiert täglich und immer wieder.

Ein zierliches Farbenspiel – hier in Form meines Straußes

Ich stelle gerne Blumen auf den Tisch, nehme das schöne Geschirr (das liebt auch meine Nichte, wenn wir dann am Sonntagnachmittag einen feine-Damen-Tee trinken). Richte den Obstteller seit einiger Zeit nur noch mandalaförmig her, gebe Zitronenscheiben, Lavendelblüten und Minzblätter in mein normales Wasser. Streue Blumen über den Kuchen und backe Kuchen überhaupt einfach so.

Ein dunkler Karottenkuchen, verziert mit ein paar Blütchen und von den schönen Tellern schmeckt der gleich noch besser!

Das Leben zu feiern hat viel mit Dankbarkeit zu tun. Ich sehe die Dinge, für die ich dankbar bin und schätze sie – zeige ihnen mit einem kleinen Fest, dass ich dankbar bin dafür.

Und so mache ich das auch mit Menschen, die mir wichtig sind. Und mit mir selbst, natürlich spielt auch hier die Selbstliebe eine schöne Rolle. Etwas zu feiern und hochleben zu lassen, sei es das Glas Wasser, den morgendlichen ersten tiefen Atemzug oder die Tatsache, dass ich jeden Tag etwas Gutes zu essen habe.

Dekoration fürs alltägliche Fest – selbstgenähte Fähnchen mit Tupfen-Print

All das darf wirklich gefeiert werden. Wie das auch immer bei euch aussehen mag.

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Goldene Momente

Diese goldenen Momente. Momente zwischen den Momenten. Momente, die unendlich lang und augenblickskurz gleichzeitig sind. Die so wertvoll sind, ohne Großes können zu müssen. Momente, die die Bezeichnung “golden” verdient haben, weil sie kostbar und rar sind, weil sie ein warmes Licht, eine gute Stimmung hinterlassen.

Goldene Momente. Das ist ein pampelmusischer Ausdruck. Eingefallen ist er mir, als ich letztens beim Pflanzengießen vor der Türe stand und mein lieber Nachbar herübergekommen ist. Einfach so. Einfach, um mal nachzufragen, wie es mir geht. Und als sich daraus ein einstündiges Gespräch entwickelt hat, wir am Ende rund ums Haus gegangen sind und die blühenden Blumen, die süßen Früchte, die wärmenden Strahlen der Sonne genossen haben, ist mir die Bezeichnung “golden” eingefallen. 

Solche Momente, die einfach passieren, ohne sie zu planen. Vom Zeitnehmen und soviel dafür zu bekommen, vom Innehalten und voll und ganz Da-sein. Davon sind diese Momente gekennzeichnet.

Ein kurzer Spaziergang, ungeplant, viel zu kalt angezogen, aber trotzdem die Abendsonne genießend. Die tiefe Sonne scheint durchs hohe Gras, ich bedanke mich und nehme ein paar der blühenden Wunder mit. Sie schmücken meinen Tisch und erinnern mich an die Goldenheit dieses Moments.

Goldene Momente, die zwischendurch passieren. Goldene Momente, die nicht geplant oder vorausgedacht werden. Goldene Momente, von denen es im Leben viele gibt, wenn wir bereits sind, sie zu spüren.

Ich wünsch sie euch von Herzen, diese goldenen Momente – mit euch selbst und mit lieben Anderen, draußen und drinnen, laute und leise. 

allgemein · kreativ

Bezaubernde Schokotarte

Heute mal etwas anderes von mir: Und zwar eines meiner Lieblingskuchenrezepte!

Zum ersten Mal hab ich diese Tarte vor bereits über einem Jahr für meinen Freund zum Geburtstag gemacht und mich selbst wie ein kleines Kind gefreut, ihm so ein wundervoll schönes Kunstwerk zu überreichen!

In den darauffolgenden Wochen habe ich sie dann noch ein-, zwei-, dreimal gemacht und auch noch etwas weiterentwickelt! Besonders das Verzieren hab ich sehr genossen – ein Spiel mit Blüten, Beeren, Salz, Kokos und allem, was schön ausschaut und gut schmeckt.

Die Tarte ist wirklich einfach, benötigt kein Backen und kann aus wenigen Zutaten gemacht werden.

Für den Boden habe ich mich schlussendlich für eine Nüsse-Trockenfrüchte-Mischung entschieden, die Ganache (ja, so nennt man das in der Fachsprache!) kommt mit drei Zutaten aus und ist wunderherrlich einfach herzustellen.

Für den Boden habe ich also verschiedene Nüsse und Samen verwendet (was ich gerade zur Verfügung habe – Cashews, Haselnüsse, Mandeln, Sesam, Sonnenblumenkerne etc.) und diese kleingehackt mit eingeweichten Datteln und Hafer zu einer angenehm klebrigen Masse vermischt. Was ich auch schon probiert habe, ist zu dieser Masse gefrorene Himbeeren dazuzugeben – dann schmeckt der Teig fruchtig und durch das Wasser in den Beeren hält er noch besser zusammen!

Da die Nüsse fettig sind, muss die Backform (ich verwende immer eine runde, ca. 1,5cm hohe Quicheform aus Porzellan) gar nicht vorbearbeitet werden, sondern der Boden kann gleich hinein. Einfach mit den Händen niederdrücken, sodass die Masse bis zu den Kanten hinauf überall ist.

Die Ganache funktioniert folgendermaßen: Die Schokolade zerstückeln und in eine Schüssel geben, dann die Kokosmilch erhitzen und kurz vor dem Kochen abdrehen. Die heiße Kokosmilch über die Schokolade leeren und zwei Minuten warten, dann Sahnesteif dazu und gut verrühren.

Die ganze Schokomasse kommt dann in die Form und so wird das Ganze einige Stunden (besser sogar über Nacht) kaltgestellt.

Anschließend kann die Tarte verschönert werden – mit allem, was das Herz begehrt! Beeren, Minze, Kokosraspeln, Blüten – und ein Geheimtipp, der immer wieder überzeugt: Salz! Ein paar Dreher mit der Salzmühle und fertig ist ein Geschmackserlebnis der besonderen Art!

Wenn ihr diese bezaubernde Tarte ausprobieren wollt, wünsch ich euch viel Vergnügen und Genuss beim Machen, Verzieren, Spielen und Verspeisen!

Hier noch einmal die genaueren Angaben:
Für den Boden brauchst du:

∆ 200g Nüsse (gemischt)
∆ 10 Stück Datteln (entweder die weichen Medjoul oder einfach die etwas härteren in 10 Minuten Wasser eingeweicht)
∆ 100g Haferflocken
∆ Zimt
∆ etwas Wasser (damit der Teig gut zusammenklebt)

Für die Ganache brauchst du:

∆ 200g dunkle Schokolade
∆ 300ml (eine Dose) Kokosmilch
∆ 1 Pkg. Sahnesteif

Beim Verschönern helfen dir:

∆ Himbeeren, Physalis, Heidelbeeren, Erdbeeren
∆ Zitronenschale
∆ Kokosraspel oder Kokossplitter
∆ Salz
∆ essbare Blüten (unbehandelte Rosenblätter, Malvenblüten, Ringelblumen, Gänseblümchen,…)
∆ Minze, Zitronenmelisse

Oh, schon beim Schreiben läuft mir das Wasser im Mund zusammen – ich glaub, diesen Hochgenuss gönn ich mir ganz bald wieder einmal!