achtsam · nachhaltig · selbstliebend

Wald, auf bald!

Ich komme gerade zurück von einem Morgensonnen-Waldstille-Lauf und habe diese Gefühl tiefer, stiller Dankbarkeit.

So, wie ich bereits von meiner neuen Freundin, der Zeit, geschrieben habe, zähle ich den Wald zu meinen neuen engen Freunden. So oft, wie nur irgendwie möglich, treffe ich mich mit ihm. Ich sage ihm, wie sehr ich ihn mag und gehe achtsam mit und in ihm um(her).

Der Wald beschenkt mich mit seiner Ruhe, ja, seiner Stille. Er lässt mich loslassen, meine Gedanken dürfen frei sein, er bringt mich zum Wesentlichen zurück. Immer wieder bleibe ich stehen, halte inne und schaue mich um. Schaue nach oben, sehe die Farben, die Blätter im Wind. Schaue nach unten, spüre den nassen Boden unter mir. Ich rieche und nehme den Wald in mir auf.

Es tut mir so unendlich gut, mir diese Wald-Zeit zu nehmen. Ich fühle mich kraftvoll und dankbar, voll und ausgelassen.

Ich brauche diese Momente zum Verbinden, zum Nachdenken, zum Alleinesein. Und ich brauche sie, weil sie mich gesund bleiben lassen.

Wald, auf bald!

achtsam · allgemein · selbstliebend

Eingemütlichen

Eingemütlichen ist ein Wort, das ich erfunden habe. Weil es es noch nicht gab, hab ich es erfunden.

Eingemütlichen ist – wie das Wort bereits erahnen lässt – die Tätigkeit des sich gemütlich Machens. Des Hineinkriechens in die gemütliche Stimmung. Eingemütlichen ist das Ummanteltsein vom Gemütlichen, Wohligen, Warmen.

Eingemütlichen ist eine essenzielle Sache, wenn sich der Herbst von seiner kalten, grauen Seite zeigt.

Und es kann in vielerlei Hinsicht gelebt werden.

Ich gemütliche mich oft in unserem Cozycastle (zu Deutsch: Hochburg der Gemütlichkeit; Anm.: So nennen wir unsere Couch. Wirklich.) ein. Und ich liiiebe es! Dabei wutzle ich mich in die Decke, dreh die Heizung auf, mach mir einen Tee, manchmal auch einen Kuchen und freu mich, dass ich mich freuen kann.

Oder ich schau mir (allein oder zu zweit) einen Film an, esse auf der Couch und freu mich, dass ich erwachsen bin und das darf.

Eine weitere Form des Eingemütlichen ist es, feine Musik zu hören, beim Fenster hinausschauen und dem Nebel beim Vorbeiziehen zu winken. Auch im Wald, wenn es ganz still ist und die Abendsonne durch die Blätter scheint, die dicke Jacke mich warm hält und die kühle Luft mich erfrischt. Auch da kann ich mich eingemütlichen.

Eingemütlichen. Was für eine wunderbare Sache!

Der Herbst ist da. Und somit die Zeit zum Eingemütlichen. Ich wünsch euch viel Freude dabei!

Willkommen, mein liebster Herbst.