Kategorie: allgemein
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Nicht mehr, nicht weniger
Es ist nichts Großes. Nebeneinander sitzen wir. Kennen einander nicht, machen beide unser Ding. Ich möchte Wasser haben und biete ihr an, auch eines mitzubringen. Aus dem Nichts. Sie strahlt über das ganze Gesicht. „Das ist so lieb von dir, aber danke“, verneint sie. Nichts Großes. Plötzlich ist da eine Verbindung. Ich blicke sie an, …weiterlesen
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Wiederholung
Wiederwiederwiederholung Immer holen wirholen ausholen ein – überholener holen uns?höhlen aus wiederwiederWiederholung.Wieder holen wir?Was holen wir? Woher holen wir, wenn es nichts mehr zu holen gibt?Hat das Holen ein Ende? Die Wiederholung hat keines. Sie holt wieder und wieder.Holt sie oder holen wir? Im Kreis dreht sich das Wort,im Kreis dreht sich die Tat,im Kreis …weiterlesen
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Ruhm und Wertschätzung?
Das gibts ja nicht, denk ich mir. Dass es immer noch (so viele) Worte gibt, über die ich noch nicht wirklich nachgedacht habe. Ich, wo ich mich doch als Wortliebende, als Wortzerklaubende, als Wortneuschaffende sehe. Ich, die das Worten über das Warten stellt und ich, die sich bewusstest mit dem auseinandersetzt, was ich, was wir …weiterlesen
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Gemeinscha(f)ft
Gemeinschaft zu leben heißt, Kompromisse einzugehen. Es heißt auch, nicht immer meine eigenen Bedürfnisse zuerst sehen zu können. Gemeinschaft zu leben heißt, etwas für ein größeres Wohl zu tun. Und es heißt auch: Mich fallenlassen zu dürfen und wissen, gefangen zu werden. Gemeinschaft macht, dass ich andere unterstützen kann und dabei unterstützt werde. Gemeinschaft heißt, …weiterlesen
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Ergebnisoffen
Vielleicht ging es nie nur um das Ergebnis.Vielleicht war da immer mehr. Vielleicht war da immer auch ein Dazwischen, das zählte.Vielleicht waren es die Kilometer und all die Umwege.Das Warten und die Dauer.Das Auskosten und Schmecken.Das Reiben und das Verbinden.Vielleicht waren es das Klingen und die Geräusche. Vielleicht ging es nie nur um das Ergebnis.Vielleicht …weiterlesen
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Großes Leben
Großes Leben spür ich, wenn mir heiß ist und ich den langersehnten Regen auf meine erhitzte Haut tropfen fühle. Großes Leben spür ich, wenn ich lauthals singend durch die Straßen ziehe, im Beisein dieser Menschen, für die das das Normalste der Welt ist. Großes Leben spür ich, wenn ich meinen Kaffee zubereite, mit der größten …weiterlesen
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Mich wieder wiederfinden
Mich wieder in dem wiederfinden, was ich mir gebaut habe, obwohl ich größer geworden bin und andere Dinge brauche und schauen muss, was es ist, das mich lockt an dem, was ich mir auf- und umgebaut habe. Mich und meine Kunst wieder in dem wiederfinden, was so lange so gut war und so lange so …weiterlesen
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Bauch raus!
Ich habe etwas für mich entdeckt, das so einfach wie erschreckend ist: Ich liebe es, meinen Bauch in der Öffentlichkeit rauszustrecken. Einfach, weil es schlicht bedeutet, meinen Körper sein zu lassen.Erschreckend, weil es schlicht bedeutet, meinen Körper sein zu lassen. Die Tatsache, dass ich merke, dass ich ihn rausstrecke, bedeutet im Umkehrschluss, dass ich meinen …weiterlesen
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Im Gemütergarten
Im Garten erkenne ich die Gemüter. So verschieden, wie sie eben sein können. Ich beobachte sie beim Garteln, doch übertrage ihr Wirken indirekt auch auf das Leben. Wie unterschiedlich wir doch sind! Mein Garten ist wild und verwachsen, schnell muss es gehen und praktisch soll es sein. Doch der Garten ist nicht nebensächlich, keinesfalls! Ich …weiterlesen
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Wenn ich erfüllt sage
Wenn ich sage: „Das erfüllt mich“, dann meine ich damit, dass es bis in meine Tiefen dringt, in mein Äußerstes übergeht, dass alles in mir davon in Schwingung gerät und ich von dieser Sache, diesem Anblick, dieser Idee, diesem Gedanken oder dieser Tätigkeit angetan bin. Wenn ich fühle: „Das erfüllt mich“, dann meine ich, dass …weiterlesen
