Kategorie: poetisch
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Inselgedanken
Ich weiß, ich bin nicht alleine.Ich brauche die anderen und sie brauchen mich. Ich weiß, ich kann nicht alleine.Ich will andere bei mir haben und andere wollen bei mir sein. Ich weiß, ich muss nicht alleine.Ich bin auf andere angewiesen und sie auf mich. Ich weiß, ich will auch nicht alleine.Nicht immer. Aber manchmal, da… …weiterlesen
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Eine Frage der Rhetorik
Ich hab einen meiner etwas älteren Texte ausgegraben. Diesen mussten wir im Rahmen einer Rhetorik-Einführung im Lateinunterricht (aber auf Deutsch, tintinna, tintinna) in der Oberstufe verfassen. Im Text sollten so viele rhetorische Mittel wie möglich möglichst sinnvoll eingebaut werden. Das Thema war uns selbst überlassen. Ich entschied mich über die Achtsamkeit zu schreiben. Ein ziemlich… …weiterlesen
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Zerdenken
Zerdenken nennst du es?Zerdenken, ja.Könnte sein. Zerdenken kannnach Geschehenemin das Geschehenhineinzusehen sein. Zerdenken ist nach Innen lenkenund tief grabenund mich dadurch im Momentvon Oberfläche zu lösen Zerdenken im Sinne vones in seine Bestandteile zerlegenUrsprünge von Gedankensprüngen erforschenmögliche Richtungen auslotenungeschönte Ehrlichkeit ehreninnere Wege und Abzweigungen erkundenAbschnitte aufgliedernmich mitteilen, indem ich mich teileVerknotetes, Verfangenes aufdröselnmich dem stellen,… …weiterlesen
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Punktum
Enden mag ich so wenig, dass ich nicht mal gerne Punkte mache – lieber solls weitergehen, immer weiter – manchmal, da kommt dann ein Punkt und ich denk mir: Wars das jetzt wirklich? Könnte ich da nicht noch weitermachen, weiterschreiben, weiterdenken, weiterleben? Weder in Nachrichten, noch in Texten mache ich gerne Punkte – vor allem,… …weiterlesen
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Irgendetwas zwischen
Irgendetwas zwischen Plan und Passieren wird es werden.Irgendetwas zwischen Vorausdenken und Zurückschauen. Zwischen Vielleicht und Sicher.Irgendetwas zwischen Später und Vorbei wird es sein. Zwischen vernünftig und naiv.Wandstille und Wellenbewegung.Durchsichtig und tiefschwarz. Irgendetwas zwischen Vorfreude und Nachgeschmack wird entstehen.Zwischen Herzklopfen und Ruhe nach dem Sturm. Irgendetwas zwischen zuckersüß und salzsalzig.Irgendetwas zwischen zum Himmel betrübt und zu… …weiterlesen
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Wie wunderbar unnütz
Ich sitze da und stanze einen Kreis aus.Mit meiner Kreisausstanzmaschine.Wie unnütz, denken sie.Wie unnütz, sagen sie.Wie unnütz, denke ich und sage: Wie wunderbar unnütz ich meine Zeit gestalten darf und kann! Wie wunderbar unnütz es ist, meine Zeit zu vertreibenmich mit dem Kreieren zu beschäftigen und mit dem SchreibenWie wunderbar unnütz es nach außen hin… …weiterlesen
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Highlights
In Form einer Bildgeschichte erzähle ich meiner Familie von unserem Ausflug. Ich benenne die einzelnen Fotos „Highlight 1: blablabla“, „Highlight 2: bliblablu“ usw. Und als ich die Antwort meiner Mama darauf sehe, macht sich ein breites Grinsen in meinem Gesicht gemütlich: Wie ähnlich doch unsere Gehirne funktionieren. Sie beschreibt es allzu treffend: „Sozusagen ein sehr… …weiterlesen
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In Tunwörtern leben
Listen find ich hilfreich und furchteinflößend. Gut und böse. Ich schreibe und ignoriere sie, ich ergänze und hake manche niemals bis zum Ende ab. Listen mit Dingen, die zu tun sind, bringen mir Einblick in den Überblick. Geben mir Weitblick im Hinblick auf zu Tuendes und erweitern mein Blickfeld mit Vor- und Rücksicht auf neue… …weiterlesen
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Zerdenken
Zerdenken nennst du es?Zerdenken, ja.Könnte sein. Zerdenken kann seinnach Geschehenem in das GeschehenhineinzusehenZerdenken ist nach Innen lenkenund tief grabenund mich dadurch im Momentvon Oberfläche zu lösen Zerdenken im Sinne vones in seine Bestandteile zerlegenUrsprünge von Gedankensprüngen erforschenmögliche Richtungen auslotenungeschönte Ehrlichkeit ehreninnere Wege und Abzweigungen erkundenAbschnitte aufgliedernmich mitteilen, indem ich mich teileVerknotetes, Verfangenes aufdröselnmich dem stellen,… …weiterlesen
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Regenspielerei
Aufregen könnt ich mich bei RegenSegen sagen, Fluch meinenmeinen Tag danach zerlegenwie der Regen mich aufregen kann. Erregen könnte er mich, dieser ständige RegenSegen hin und her, Fluch zugleichGleichzeitig zuzugebenwie der Regen mir meine Stimmung auferlegen will. Abregen könnt ich mich bei RegenSegen sagen, Segen meinenmeinen Tag danach anlegenwie der Regen mich abregen mag. Anregen… …weiterlesen
