Autor: Katharina Bacher
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Probleme an der Hand nehmen
Ich dreh mich ein und plötzlich ist alles in mir zu. Meine Kehle und mein Herz und mein Bauch sowieso. Irgendetwas ist passiert, das mir den Atem raubt und mich nicht mehr klar denken lässt. Ich weiß in solchen Momenten oft nicht, wo mir der Kopf steht. Wie ich da wieder rauskommen soll und überhaupt,… …weiterlesen
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Alleine? Bei Weitem nicht.
Wir sind nicht alleine. Mit gar nichts. Das wage ich zu behaupten. So individuell und persönlich und vom Rest verschieden wir auch sind, wir sind nicht alleine. Mit nichts. Das ist eine Erkenntnis, die mich immer wieder begleitet. Die mich einholt, wenn ich sie verdränge und die mich bestärkt, wenn ich sie am meisten brauche.… …weiterlesen
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Wie werden wir wohnen?
Es ist ruhig. Obwohl viele Menschen diesen Ort bewohnen, besuchen und beleben. Wir gehen auf Wegen, die durch große Wiesen, vorbei an Wildblumenfeldern und noch wachsenden Obstbäumen führen. Menschen sitzen im Schatten und treffen sich zum Picknicken oder Gewichteheben. Kinder auf Holzlaufrädern sausen an uns vorbei, die dazugehörigen Eltern schlendern ihnen nach. Hier ist es… …weiterlesen
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Wandelnd
Alles, alles wandelt sich. Der Wind und die Zeit und das Wetter und die Menschen und die Sprache und die Bewegungen. Die Strömungen, die Wellen, die Seiten. Alles, alles wandelt sich. Ständig und seit jeher. Wir meinen, etwas Bleibendes gefunden zu haben und im nächsten Moment wandelt es sich. Bewegt sich in eine neue Richtung,… …weiterlesen
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Buchvorstellung
Und ich stell mir vor, wie es gesehen wird. Von Menschen, die mich kennen. Und von denen, die mich nie in echt sehen, aber auf eine ganz bestimmte Weise kennenlernen werden. Und ich stell mir vor, wie es gewählt wird. Auserwählt. Angefasst und begriffen. Wie es geöffnet und betrachtet wird. Durchgeblättert und vielleicht wieder zurückgestellt.… …weiterlesen
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Stell dich nicht so an.
Reiß dich zusammen. Das kanns ja jetzt nicht sein. Tu nicht so. Ach, das ist ja jetzt wirklich nicht so schlimm. Was soll denn das jetzt? Das wirst du wohl schaffen. Stell dich nicht so an. Sätze, die wehtun. Sätze, die so tief in mir verankert sind, dass ich sie – in andere, neue Kleider… …weiterlesen
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Arbeitsmoral
Manchmal, da arbeite ich am Klo. Manchmal im Zug und meistens in meinem Kopf. Manchmal, da geht das Arbeiten nebenbei, ganz leicht und in die Decke auf der Couch eingemummelt und manchmal, da muss es absolut still sein um mich, wenn ich arbeite. Dann muss ich mich vollstens konzentrieren und jeder Laut bringt mich durcheinander.… …weiterlesen
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Welt der Kinder
Sind Kinder in der Nähe, geht es leichter. Das Spielen und das Loslassen von eigens aufgetragenen Erwartungen. Sind Kinder da, und damit meine ich nicht unbedingt die eigenen (die hab ich ja noch nicht), fällt es mir leichter, in Rollen zu schlüpfen und vor allem aus der selbsterfundenen Rolle zu fliehen, für einen kurzen Moment.… …weiterlesen
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Lebenspakete schnüren
Ein (erfundenes) Bild, das mir in den letzten Wochen geholfen hat, ist folgendes: Nach unterschiedlichen Lebensphasen schnüren wir unterschiedliche Lebenspakete. Immer, wenn eine Lebensphase vorbei ist, gibt es wieder so ein Paket, das geschnürt werden und in die Lebensgeschichte eingehen kann. Zu Beginn einer neuen Lebensphase (ich bin gerade an so einem Punkt und frage… …weiterlesen
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Schwer ums Herz
Gerade jetzt, da fühl ich sie. Diese Schwere um mein Herz. Diese Schwere, die mich das Leichte nicht klar sehen lässt. Diese Schwere, die sich in mir ausbreitet, vor allem in meinem Brustkorb, in meinem Hals, in meinen Schultern und die mich immer wieder laut aufseufzen lässt. Vielleicht, weil nicht so viel Luft in mich… …weiterlesen
