Getragen

Wie ein Netz, das mich umgibt und an allen Seiten an mir zieht.
Wie ein Netz, das mich umhüllt und seine feinen Stränge um mich legt.
Wie ein Netz, das sich durch Jahre gebildet, gebaut und verfestigt hat.
Wie ein Netz, das verwoben ineinanderfließt.
Wie ein Netz, deren viele Seiten beständig ziehen und nachgeben.
Wie ein Netz, das durch seine Dehnung Raum schafft.
Wie ein Netz, auf das ich mich legen kann zum Ruhen, zum Liegen.
Wie ein Netz, das mich geborgen trägt.
Wie ein Netz, das meinen Fall, ja mich im Falle des Falls fängt.
Wie ein Netz, das aus sich, durch sich, mit sich verbunden ist.
Wie ein Netz, dem ich innewohne, das ich bewohne.
Wie ein Netz, dessen Fäden sich kontinuierlich erneuern.

Wie ein Netz.
So fühle ich mich inmitten der Menschen, die mich tragen.

, ,

Mehr zu lesen…

Inselgedanken
Ich weiß, ich bin nicht alleine.Ich brauche die anderen und sie brauchen …
Eine Frage der Rhetorik
Ich hab einen meiner etwas älteren Texte ausgegraben. Diesen mussten wir im …
Zerdenken
Zerdenken nennst du es?Zerdenken, ja.Könnte sein. Zerdenken kannnach Geschehenemin das Geschehenhineinzusehen sein. …
Punktum
Enden mag ich so wenig, dass ich nicht mal gerne Punkte mache …