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∆ Danke, 2018 ∆

2018, du warst ein gutes Jahr. Ein fulminantes, volles, buntes Jahr.

Jänner in Berlin.

Du hast viele Überraschungen für mich bereitgehalten. Du hast mich viel erkennen lassen, viel erleben lassen, viel sein lassen.

2018, du hast in Berlin begonnen und endest in Buenos Aires. Du hast mich viel reisen lassen – viele Male nach Berlin, daheim in die Berge und und zu den Seen, dazwischen nach Sardinien, nach England und Schottland, an die Ostsee, nach Brasilien und Argentinien.

Du hast mich feiern lassen, mit Menschen, die ich liebe. Du hast mir Zeit geschenkt, wertvolle Zeit, die ich mit ihnen verbringen durfte.

Februar in Eugendorf.

Du hast es mir manchmal sehr leicht gemacht, mir die Antworten auf meine Fragen ganz offensichtlich gezeigt. Andere Male hast du mich nachdenken lassen, zweifeln und neudenken, entscheiden und Konsequenzen tragen lassen. Du hast mich gefordert, in vielerlei Hinsicht.

März in Rauris.

Du hast mich genießen lassen. Das Leben und die Momente, das Essen und die kleinen Dinge zwischen den großen.

Du hast mich kreativ sein lassen, in jeglicher Hinsicht. 2018, du warst ein Jahr voller gestalterischer Momente – ob kochen, reisen, stempeln, schreiben, musizieren oder spielen, all das war Teil meiner Tage.

April in Berlin.

2018, du warst ein gutes Jahr. Ein fulminantes, volles, buntes Jahr.

Du hast mir viel, viel Freiraum gegeben und mich bestärkt, diesen Nicht-Rhythmus, diesen Nicht-Alltag aufzusaugen und in vollen Zügen (und leeren Bussen) zu genießen. Du hast mir bewusst gemacht, was für ein Luxus es ist, so viel freie Zeit zu haben und so viel reisen zu können.

Mai in Sardinien.

Du hast mich auch gelehrt, feinfühliger zu sein. Mir und meinem Körper gegenüber, den anderen Menschen und ihren Geschichten gegenüber. Ich habe gelernt, dass Zuhören manchmal (oft!) einfach viel hilfreicher sein kann, als jeglicher Rat.

Du hast mich ganz viel spüren und fühlen lassen. Vieles davon war gut, manches anstrengend. Aber immer habe ich gemerkt, dass ich so vieles bin. Dass mein Ich aus ganz vielen Facetten und Gefühlen besteht. Und dass diese Dinge be- und genannt werden dürfen und sollen. Auch das hast du mir gezeigt. 2018, du warst ein Jahr voller Gespür und Ausdruck.

Juni in Berlin.

2018, du hast mir immer und immer wieder aufgezeigt, dass ich mir selbst nicht alles glauben brauche. Dass ich manchmal die Idee von etwas lieber mag, als die tatsächliche Realität. Und dass es gut ist, loszulassen von Ideen und die Realität zu leben, auch das hast du mir weisgemacht.

Dass ich die kostbaren Momente schätzen soll und die Feinheiten dieser mit vollstem Herzen genießen kann, auch das hast du mir in den unzähligen Momenten in der Natur, am Berg, im Wald, im Wasser und mit meinen allerliebsten Menschen immer wieder gezeigt.

Juli am Berg.

Du hast mich viele Entscheidungen treffen lassen – mit Gastón eine Beziehung zu führen, mit der Uni aufzuhören, mich vegan zu ernähren, nach Südamerika zu reisen, hier zu heiraten. All das waren und sind große Entscheidungen, die ich 2018 getroffen habe. Die vielen kleinen zwischendrin sind da gar nicht dabei!

August unter der Linde.

2018, du warst ein gutes Jahr. Ein fulminantes, volles, buntes Jahr.

September in Brasilien.

Du hast mich ganz intensive Gespräche mit unterschiedlichen Menschen führen lassen. Hast mich zu Orten und Menschen geführt, in ihren Gedanken und Geschichten mithorchen lassen, hast mir ganz klar gezeigt, dass es immer mehr als eine Wahrheit gibt und dass auch meine nur eine davon ist.

Oktober unterm Regenbogen.

Du hast mich Ideen verwirklichen lassen, mir weitere Ideen in den Kopf gesetzt und Visionen, die in mir leben, wichtig nehmen lassen.

Du hast mich mit Altem abschließen und mit Neuem beginnen lassen. Hast mir Zeit gegeben, Altes zu verarbeiten und Platz für Neues zu machen. Neue Menschen, neue Gedanken, neue Ideen, neue Räume. Du hast mich auch verabschieden lassen von Menschen, die ich sobald nicht mehr wieder sehen werde. Und du hast mir ganz viele neue Menschen gebracht. Menschen, die ich meine Freunde und meine Familie nenne.

November in Buenos Aires.

2018, ich bin dir so dankbar für all diesen Zauber, diese Magie, diese Überraschungen, diese Funken, diese Ruhe, diese Zeit, diese Begegnungen, diese Eindrücke. All das werden Erinnerungen, die mich an dich, 2018, zurückdenken lassen werden. Mit einem warmen Gefühl im Bauch, einem Grinsen im Gesicht und Glänzen in den Augen.

Dezember in Patagonien.

Denn du, 2018, warst das beste 2018, das ich jemals erlebt habe.

Ein Gedanke für 2019.

Ich wünsch euch einen guten Start in das beste 2019, das ihr jemals haben werdet.

• K •