achtsam · reisend · selbstliebend

In tiefster Verbundenheit

Ich überlege, frage mich und fühle in mich hinein: Was ist es, das mich lebendig sein lässt? Was macht mich ganz wach, klar denkend und sehend? Was verbindet mich mit dem Leben? Mach mich leben-dig?

Ich spüre es meist in dem Moment, in dem ich mich ganz verbunden fühle, dass es das ist, was mich lebendig macht. Ein kurzes Innehalten, ein Erfülltsein, ein Moment der puren Freude. Das ist es, was mich wach, lebendig macht.

Manchmal vergehen Stunden, manchmal sogar Tage, ohne dieses Gefühl. Ziehen vorbei, sind voll und trotzdem so leer. Manchmal erwisch ich mich dabei, wie ich unrund bin, unrunde Dinge von mir gebe und meine Unfülle an die Menschen in meiner Umgebung ablade. Dann merke ich, dass ich nicht verbunden bin, dass ich mich nicht ganz lebendig oder wach fühle.

Und dann gibt es wieder diese Momente, diese Stunden, diese Tage voller Vollheit. Voller Fülle, voller Leben. Ich bemerke, dass ich ganz scharf sehe, dass ich die Gerüche wahrnehme, die um mich herumschwirren, dass ich die Töne ganz klar höre. Ja, wirklich. Ich nehme mein Lebendigsein ganz stark körperlich wahr. Macht auch Sinn, wenn meine Sinne ganz bei Verstand sind. Wenn meine Sinne offen und empfänglich sind, für das, was JETZT gerade ist. Dann bin ich verbunden. Mit dem Leben und mit mir.

Es ist wichtig, wenn nicht sogar essenziell, dass ich mich mit dem Leben verbinde. Dass ich nicht nur irgendwie so dahinwurtschtle, die Tage vergehen lasse und mich frage, wo die Zeit hin ist. Es ist wichtig, wenn nicht sogar essenziell, dass ich mich spüre, dass ich mich lebendig und wach fühle. Denn das, meine lieben Leute, ist das Leben. LEBEN-DIG. Voller Leben.

Ich nehme mir vor, diese Momente – weil ich schon ungefähr weiß, wie sie ablaufen oder wie ich sie mir gestalten kann – wieder ganz bewusst in meinen Alltag, in mein Leben einzubauen. Ganz bewusst einbauen und ganz bewusst bewusst leben. Dankbar sein und daraus schöpfen (oder mich zumindest daran zu erinnern!), wenn es mal nicht so lebendig zugeht.

Wir waren heute auf 2500 Metern am Fuße eines Vulkans. Die Landschaft unbeschreiblich, die Luft kalt und dünn, das Gefühl atemberaubend. Und in diesem Moment habe ich entschlossen, wieder bewusster lebendige Momente zu zelebrieren. Und nein, das muss nicht jedes Mal eine Ausnahmesituation wie ein Vulkan sein. Duschen. Wasser trinken. Ein Abendessen genießen. Mit meinem Liebsten blödeln und dabei aus tiefstem Herzen lachen. Laufen, das Herz bewegen. Innehalten und spüren. Überall finden sich Momente zum Verbinden mit dem Leben.

In tiefster Verbundenheit. Das ist es, was ich bin.

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