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Was die Liebe mit einer Kerze zu tun hat

Oh manchmal, da hab ich Angst. Manchmal, da kommt die Angst und überschattet alles. Sie ist groß, macht sich breit, sie ist ungemütlich und laut. Sie nimmt so viel Raum ein, dass für die guten Dinge kein Platz mehr ist. Wenn ich Angst habe, dann treffe ich Entscheidungen aus einem ganz, ganz unguten inneren Gefühl heraus. Aber gerade, wenn große Entscheidungen zu treffen sind, dann habe ich es auch mit der Angst zu tun.

Wie wird es weitergehen? Wird es gut sein? Wird es reichen? Das Geld, die Zeit, die Motivation? Was werden die anderen sagen? Warum denke ich daran, was die anderen sagen? Was verunsichert mich? Was mache ich, wenn etwas nicht funktioniert?

Diese Angst ist ganz schön gemein. Und wisst ihr was? Ich denke oft über das Thema Angst nach und habe ein paar interessante Dinge dazu erfahren und mir zusammengedacht. Also hier meine Erkenntnisse:

Angst ist das Gegenteil von Liebe. Oder Liebe das Gegenteil von Angst. Das sage nicht (nur) ich, sondern besonders im Film “Alphabet” von Erwin Wagenhofer dreht sich ganz viel darum.

Oftmals haben wir es so im Kopf, dass Angst und Mut sich ausgleichen und Liebe und Hass. Wenn wir das aber herunterbrechen – wenn wir alles herunterbrechen – hat jede Handlung, jedes Wort, jeder Gedanke in der Basis mit Angst oder eben mit Liebe zu tun. Entweder wir handeln aus Angst oder wir handeln aus Liebe.

Das ist etwas, das ihr für euch selbst verstehen und zu Ende denken dürft.

Eine meiner Schlussfolgerungen ist folgende: Wenn ich annehme, dass Menschen aus Angst (vor etwas, vor jemandem, vor sich selbst, vor Enttäuschung, vor Verlust,…) handeln, kann ich ihnen viel mehr Mitgefühl entgegenbringen. Ich kann mich kaum noch “über sie” oder “gegen sie” stellen, wenn ich Angst als etwas zutiefst Menschliches sehe. Ich kann einen Menschen in seiner Angst nicht weiter hinuntermachen (schlecht über ihn reden, ver-urteilen,…). Überlegt mal, aus welchem Motiv heraus ihr handelt – und aus welchen Motiven die Menschen in eurer Umgebung handeln könnten.

Angst macht auch klein, dumm und gefügig. Ganz schön angst-einflößend, oder?

Angst oder Liebe. Wenn die Liebe fehlt und der Zustand Angst macht, dann brauchen wir “einfach” mehr Liebe. In Form von Mitgefühl, Zuhören, Miteinander, Vertrauen. Ich denke an das Bild eines dunklen Raums. Diese Dunkelheit ist die Angst. Ich kann ihn nur mit Licht heller machen. Die Kerze wäre dann die Liebe.

Viele, viele Gedanken heute. Denkt mal darüber nach, wie es euch mit diesem Thema geht. Ich wünsch euch Liebe, besonders wenns mal dunkel ist.

One Comment

  1. Neale D. Walsh sagt, dass es nur zwei Gefühle auf der Welt gibt : Liebe und Angst.
    Alle anderen setzen sich nur aus einer Mischung der beiden zusammen. 😉

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