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Wenn die Ideen das Nest verlassen

Diese Ideen, die sich seit Monaten (manche seit Jahren!) in meinem Kopf herumtreiben, sie haben es geschafft. Sie haben das Nest verlassen.

War das ein wunderschöner Moment! Ein stolzerfüllter, glücklicher, rotebäckchenhabender, zitternder, aufregender, ganz warmer Moment. Im Grunde genommen haben in den letzten Tagen sogar gleich mehrere Ideenbabies das Nest verlassen. Jetzt flattern sie nicht mehr nur in meinem Kopf (und in dem von ein paar ausgewählten, ganz lieben Menschen) herum, sondern ihre Reise geht hinaus in die Welt.

Lange habe ich sie aufgezogen, genährt, mich um sie gekümmert und gesorgt – doch jetzt war der Moment da und sie durften raus. Leicht war das nicht immer, besonders weil solche kreativen Ideenvogerl Zeit und Liebe und Muße und die richtigen Menschen um sich brauchen. Weil sie, wenn die Federn noch nicht fertig gewachsen sind, manchmal noch zitternd vor mir stehen und nicht so recht wissen, wohin sie wollen. Weil der Wind stark sein kann und die Reise lange.

Ich musste ganz oft aufhören und wieder anfangen, umdenken und neumachen. Musste mich trauen, musste an mich glauben und vertrauen, dass sie schon wachsen, diese kleinen Ideengestalten.

Und ja, jetzt sind sie mal in der Welt. Sie werden zurückgeflogen kommen, das muss so sein. Fertig sind sie noch nicht, nicht alle. Aber ihre Flugroute kann ich gerade nicht bestimmen, den Wind kann ich nicht ändern und auch nicht die Hindernisse, die ihnen in den Weg kommen.

Doch ich hab sie vorbereitet, hab sie mit dem Besten, das sie brauchen und ich geben konnte, ausgestattet. Und das muss jetzt erst mal reichen.

Ich bin ja gespannt, was sie zu erzählen haben, wenn sie zurückkommen. Wen sie getroffen haben werden und wie wir gemeinsam weitermachen wollen und können und werden.

Auf bald, ihr lieben Ideen. Ich freu mich auf eure Rückkehr – und lass euch jetzt mal Zeit zum Entdecken und Fliegen!

(Was es mit der Geheimnistuerei auf sich hat? Naja, irgendwann werd ich euchs schon zwitschern, woran ich da so dahinwerkle – mit Schreiben und Büchern und Kunst hats jedenfalls zu tun, Überraschung, Überraschung!)

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