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Wissen werden wirs erst danach

Erkenntisalarm! Hört, hört!

Eine sehr wichtige Sache, die ich und wir alle besonders in dieser Zeit der Krise lernen können und konnten, ist folgende: Wir wissen nicht, was kommt. Egal, wie sicher wir uns sind. Egal, wie geplant und entschlossen, wie durchdacht und vorausschauend. Wir wissen nicht, was kommt.

Weder in 5 Jahren, einem Monat, einer Woche noch morgen. Wir. Wissen. Nicht. Was. Kommt.

Es kann alles kommen. Und nichts. Es kann sich so viel verändern und alles auf einmal auch. Es kann auch sehr ähnlich sein wie gestern, aber gleich wirds nicht. Und wissen werden wirs erst danach. Verstehen wahrscheinlich auch und lachen drüber nochmal mehr.

Es ist schon lustig, wie wir Menschen schön planen, uns Ideen und Sorgen über die Zukunft machen, auf etwas hinarbeiten und so tun, als könnten wir alles bestimmen. Es ist schon lustig, wie wir dann immer wieder draufkommen, dass es eh anders gekommen ist und dass es ganz oft eh so auch passt.

Versteht mich nicht falsch! Ich bin ganz stark für Visionen und Ziele, Träume und Zukunftsfreude! Ich liebe Ideen und das Sinnieren über das, was möglich ist. Mit einem gewissen Raum für Abweichungen halt. Denn ich bin auch ganz stark für Überraschungen, Blumen am Wegesrand (… auf dem Weg zum Ziel…) und die Momente des Staunens, wie viel auch einfach passiert, ohne dass wir es in der Hand haben.

Lasst uns aufhören so zu tun, als könnten (und müssten) wir alles planen. Lasst uns aufhören so zu tun, als wären wir alleine für alles verantwortlich und zuständig. Lasst uns stattdessen aufatmen, hinausschauen und uns sicher sein: Wissen was war, werden wir erst danach. Wissen wie es war, auch. Und bis dahin können wirs ja einfach erleben, auskosten, spüren, fühlen, ausprobieren. Durchgehen, uns gegenseitig halten, vertrauen.

Vor allem aber eins: Hier sein. Und das jetzt. Am besten gleich. Denn das – und: Achtung, Kalenderspruchweisheit lässt grüßen! – ist das Einzige, das wir wirklich gestalten können: den Moment, der jetzt gerade stattfindet.

Oder sehr poetisch:

“Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben, und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es ERFÜLLUNG.” (Ch. Chaplin)

Wünsch euch einen schönen Moment. Jetzt. Und jetzt auch.

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