achtsam · allgemein · reisend

∆ Pragmantisch ∆

Pragmantisch. Ein Wort, das ich just in diesem Momente erfunden habe. Es setzt sich zusammen aus “pragmatisch” und “romantisch”. Und es leitet meine folgenden Worte perfekt ein:

Es ist so schön, zusammen zu sein

ANKÜNDIGUNG! TROMMELWIRBEL!

Gastón und ich werden am 11. Jänner 2019 hier in Buenos Aires heiraten!

WAS FÜR EINE NACHRICHT!

Hier freudig im botanischen Garten

Dass das romantisch ist, ist klar. Was es aber mit Pragmatismus auf sich hat, möchte ich euch gerne erzählen.

Da wir bereits vor unserer Reise den Wunsch gehegt haben, wieder nach Europa zurückzukehren, haben wir uns lange Zeit intensiv mit den Möglichkeiten dieser Idee auseinandergesetzt. Wir haben recherchiert und nachgeforscht, diskutiert und viel nachgedacht, bis wir zu dem Entschluss gekommen sind, dass wir ja sowieso zusammenbleiben wollen und dass eine Hochzeit uns diese gemeinsame Zukunft an einem Ort ermöglichen kann.

Warum wir heiraten, ist klar: dass wir uns lieben, unsere Zukunft gemeinsam verbringen und eine Familie gründen möchten, sind die Voraussetzungen für mich und uns, zu so einer Entscheidung zu kommen. Das Pragmatische daran ist, dass wir hier heiraten und dass wir jetzt heiraten.

So viele schöne Momente haben wir schon gemeinsam erlebt

Manche von euch wissen es bereits und die anderen erfahrens auf diesem Weg. Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass ich das Ganze vor mir und anderen rechtfertigen muss. Weil es ja schon schnell geht mit uns und wir uns erst eineinhalb Jahre kennen und weil man ja nie weiß und weil das ja schon Konsequenzen mit sich zieht und weil und weil und weil. Ich hatte vieler dieser Zweifel und Gedanken auch. Und ich habe mich mit ihnen auseinandergesetzt. Hab ganz viel nachgedacht und in mich hineingespürt.

So viele kreative, inspirierende, berührende, bunte Momente gemeinsam

Ich habe wieder einmal mehr gemerkt, dass es in meinem Leben um mich geht. Dass ich NIE weiß, was die Zukunft bringt und nur vom jetzigen, momentanen Gefühl ausgehen kann. Dass ich zudem nicht hier bin, um zu warten und zu sparen mit den guten Sachen, sondern dass ich lebe um zu leben. Und die Entscheidung, ein klares JA zu meinem Lebensmenschen zu sagen, ist wahrlich eine lebensbejahende Einstellung.

Ich hab mich bereits an die argentinische Kultur angepasst – hier mal wieder mit Mate am Boot

Gestern waren wir am Standesamt und haben den Termin bestätigt, mit der Standesbeamtin geplaudert und uns gefreut, dass Argentinien so unkompliziert ist. Die komplizierteren Dinge kommen dann in Österreich auf uns zu: Dass Gastón in Österreich bzw. Europa leben darf, bedarf einiger Nachweise, Dokumente, Bescheinigungen und Behördengänge. Und da sind wir bereits fleißig am Organisieren, Termine vereinbaren, sind mit der argentinischen bzw. österreichischen Botschaft im Kontakt etc. etc.

Um halb 8 in der Früh vor dem Standesamt

Was wir an Rundherum geplant haben, kann ich euch verraten: Ich hab ein Dirndl mitgenommen, das ich einfach so mal anziehen wollte – aber jetzt hat es sich doch herausgestellt, dass das “einfach so” unsere Hochzeit ist. Gastón hat sein fesches Hemd und das wars dann auch schon wieder an Rundherumplanung. Mal schauen, was sich noch auftut, irgendwas kommt ja bekanntlich immer. Ich möchte einfach einen schönen Tag habe, weil ich es mag, besondere Tage zu feiern. Auf welche Art das auch immer sein mag.

Natürlich hätte ich meine Familie unglaublich gerne dabei. Und auch meine lieben Herzensmenschen. Natürlich! Aber die Tatsache, dass uns diese Hochzeit in der Art und Weise, wie wir sie hier machen, ermöglicht, was wir möchten – nämlich zusammensein und -bleiben – ist zu diesem Zeitpunkt einfach pragmatischer und weniger romantisch.

Verbunden im japanischen Garten

Aber – und das ist für uns auch wichtig: Gastóns Eltern freuen sich bereits sehr darauf, seine Freunde (mal schauen, wer dann kommt), unsere Trauzeugen (die Argentinier sein müssen) und alle Leute, denen wirs hier erzählen sind sehr glücklich darüber, dass wir hier heiraten! Und von der Seite her betrachtet find ichs schön, weil wir dieses Fest machen und dann nach Europa ziehen – ein symbolisch schöner Abschied.

Das Ganze fällt wohl auch in die Kategorie “Dinge, die nicht geplant werden können”. Dass sich mein Leben so entwickelt, hätte ich mir nicht einmal vor einem Jahr denken können. Ich sags euch, immer wieder durchfährt es mich und ich bin so so dankbar und glücklich darüber, dass ich so ein – mein – erfülltes, spannendes, überraschungsreiches, abenteuerliches Leben führe! Ich liebe es, dass die Dinge so oft anders kommen – weil darin so viel Leben steckt, so viel Echtheit und so viel Gefühl.

Glückerwältigt nach der Terminvereinbarung

Ich freue mich, euch solch wunderbare Nachrichten zu überbringen und halte euch auf dem Laufenden, was die Details der Märchenhochzeit angeht.

Bis dahin,

Liebe und so.

• K •

P.S.: Falls jemand superspontan plant zu kommen, sagt mir rechtzeitig Bescheid – dann können wir dem Catering Bescheid geben, dass ein Häppchen mehr gebraucht wird.

P.P.S.: Haha, nein. Es gibt kein Catering. Und auch keine geplanten Häppchen. Aber bestimmt irgendwas Gutes zum Essen.

Kommentar verfassen