Kategorie: achtsam
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Diese eine Nacht
Entscheidungen treffe ich aus dem Bauch heraus. Habe ich ein gutes Bauchgefühl, ist das ganz einfach. Habe ich ein schlechtes, auch. Habe ich ein Bauchgefühl, das mit meinem Kopfgefühl irgendwie nicht so richtig zusammenpasst, ist das Fällen der Entscheidung schon nicht mehr so einfach. Warum ich mich gerne schnell entscheide, hat wahrscheinlich mehrere Gründe. Mir… …weiterlesen
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Spiegelbildreflexion
Ich mag mein Spiegelbild. Meistens. Ich schaue gerne in den Spiegel und bin in freundschaftlichem Verhältnis damit. Im ganz wesentlichen und wortwörtlichen Sinne. Im übertragenen wirds schon etwas schwieriger… Denn was ich nicht so mag, ist der Spiegel, den ich vorgehalten bekomme. Der Spiegel, der mir schmerzhaft klarmacht, wie verletzend manche meiner Seiten, meiner Aussagen,… …weiterlesen
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Genugtuung
Dieser Text handelt vom „Genug“. Vom Genugsein, vom Genugtun, vom Genugfühlen und Genügen. Es gibt in meinem Leben so Tage, da kommt mir nichts genug vor. Da renne ich von einem zum anderen Ort, da haste ich durch die Gefühlslagen, lasse mich von Strömen der Unzufriedenheit mitreißen, da schütte und schütte ich meine Pläne in… …weiterlesen
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Die Internetseifenblase
Oh, wie wunderbar sie glänzt, diese Blase, in der ich mich im Internet befinde. In der ich mich selbst spiegle, in der der Übergang von Realem zu Surrealem, von Digitalem zu Analogem, von „meine Welt“ und „deine Welt“ so dünnhäutig und filigran und doch so elastisch und formbar sind. Sie schimmert und glänzt und strahlt… …weiterlesen
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Wohlwollendes Weinen
„Wann hast du das letzte Mal geweint?“ Bei einem Abendessen mit Bekannten kam plötzlich diese Frage auf. Reihum beantworteten wir diese. Bei manchen war es Monate her, bei anderen einen Tag. Bei mir ist es nie lange her, mein letztes Weinen. Gestern habe ich geweint, weil ich wütend war, zum Beispiel. Weil etwas so ganz… …weiterlesen
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Gegengewicht
Ich bin eine Verfechterin der Leichtigkeit. Liebe das Leichte, bin leicht, will Leichtes und strebe die allgemeine Leichtigkeit in meinem Leben an. Ich bin eine Verfechterin der Leichtigkeit. In guten wie in schlechten Zeiten, in Hochs und Tiefs und irgendwo dazwischen. Nun ist es so, dass ich meine Meinung etwas beuge. Meine Ansicht etwas verändere… …weiterlesen
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Du roter Faden
Vergiss nichtdass der rote Fadenden du suchstund suchstund suchstund vielleichtfindestimmer du bist. Der rote Faden,der du warstder du bistder du sein wirstin deinem Leben. Der rote Fadender seine Richtung ändertder sich verheddertder sich verknüpftsich durch das kleinste Nadelöhr windetder sich eindrehtseine Farben ändertverloren scheintdieser rote Fadenbist duin deinem Leben. Vergiss nichtdass allesdas du bistund tustund… …weiterlesen
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Pizzaparterschaft
Ich beobachte dich. Sehe, wie du gekonnt das Mehl in die Schüssel leerst, das Öl darüber tropfst und das Salz zwischen Zeigefinger und Daumen über die Mehlmasse priselst. Ich stehe vorm Kochtopf, werfe Knoblauchstückchen ins heiße Öl und gebe einen Rosmarinzweig dazu. Ein feiner Duft verbreitet sich. Ich füge die Tomatenstückchen dazu und ein lautes… …weiterlesen
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Wachsam wachse(i)n
Wachsam. Wachsein.So wirklich wach.Aufnahmefähig und aufnahmebereit.Bereit für die Welt.Wach. Ich liebe ihn, diesen Zustand, den ich mit Wachheit beschreibe. Es ist dieser Zustand, der es mir erlaubt, die Welt, meine Gedanken und mein Leben ganz nahe, in all seinen Formen und Farben zu sehen, wahrzunehmen. Es ist dieser Zustand, den ich manchmal herbeisehne, den ich… …weiterlesen
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Dieses Telefonieren
Ich bin leidenschaftliche Sprachnachrichtenverschickerin – gerne auch länger, als Telefonate oft dauern würden – versende Textnachrichten, auch einfach mal so und melde mich auf Nachrichten, so gut es geht, recht zeitnah zurück. Doch wer mich kennt, weiß, dass ich ein Telefoniermuffel bin. Eine nicht abhebende, zu spät zurückrufende und auch nicht wirklich einfach zu erreichende… …weiterlesen
