Kategorie: achtsam
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Pizzaparterschaft
Ich beobachte dich. Sehe, wie du gekonnt das Mehl in die Schüssel leerst, das Öl darüber tropfst und das Salz zwischen Zeigefinger und Daumen über die Mehlmasse priselst. Ich stehe vorm Kochtopf, werfe Knoblauchstückchen ins heiße Öl und gebe einen Rosmarinzweig dazu. Ein feiner Duft verbreitet sich. Ich füge die Tomatenstückchen dazu und ein lautes… …weiterlesen
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Wachsam wachse(i)n
Wachsam. Wachsein.So wirklich wach.Aufnahmefähig und aufnahmebereit.Bereit für die Welt.Wach. Ich liebe ihn, diesen Zustand, den ich mit Wachheit beschreibe. Es ist dieser Zustand, der es mir erlaubt, die Welt, meine Gedanken und mein Leben ganz nahe, in all seinen Formen und Farben zu sehen, wahrzunehmen. Es ist dieser Zustand, den ich manchmal herbeisehne, den ich… …weiterlesen
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Dieses Telefonieren
Ich bin leidenschaftliche Sprachnachrichtenverschickerin – gerne auch länger, als Telefonate oft dauern würden – versende Textnachrichten, auch einfach mal so und melde mich auf Nachrichten, so gut es geht, recht zeitnah zurück. Doch wer mich kennt, weiß, dass ich ein Telefoniermuffel bin. Eine nicht abhebende, zu spät zurückrufende und auch nicht wirklich einfach zu erreichende… …weiterlesen
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Gesichtergestalten
Ich male diese Gesichtergestalten und habe mich so lange zurückgehalten, habe mir gesagt: Ich kann das nicht.Hab geglaubt, dass das nur was für andere ist.Hab mich zurückgehalten beim Malen und Zeichnen, hab mir gesagt: Ich hab nicht mal meinen eigenen Stil. Wo will ich denn damit bloß hin? Obwohl ichs gerne könnte und täte und… …weiterlesen
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Dekonstruiertes Mosaik
Aufbauen, aufbauen, aufbauen. Neues schaffen, etwas hinterlassen.Irgendetwas machen, das sichtbar ist. Egal, was es ist. Aufbauen und konstruieren.Ein Leben, ein Haus, eine Beziehung. Meinungen, neue Einsichten und den Masterplan. Aufbau ist gut, ist wichtig, ist besser als sein Gegenteil.Wer, wenn nicht wir, sollte jetzt etwas Neues beginnen? Etwas Großes erschaffen? Etwas Wichtiges erneuern? Doch dann… …weiterlesen
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Unaufgeregt schön.
Sie ist diese Zeit, die irgendwie langsamer zu vergehen scheint. Die Tage, die keine Uhr brauchen, die den Rhythmus selbst bestimmen. Sie ist dieser kleine, unaufgeregte, leise Moment, der es schafft, in meinem Inneren Wärme auszulösen. Sie ist dieser Schluck heißer, duftender Tee, der mich weitet und durchatmen lässt. Sie ist das Gespräch mit Menschen,… …weiterlesen
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Regensterne
Und die Regentropfen am Fenster sehen aus wie der Sternenhimmel. Viele sind es und schön sind sie. Und eigentlich sollte der Regen um diese Zeit Schnee sein und eigentlich sollte ich gerade jetzt zurückblicken, innehalten und still sein. Doch die Regentropfen am Fester sind Regentropfen und in mir ist es gerade nicht still. Und die… …weiterlesen
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Nicht zu eng
Wie sperrig diese Buchstaben manchmal vor mir liegen. Wie unförmig angeordnet sie scheinen. Wie unlustig, unrund, unschön sie einfach da sind und nichts tun und warten, von mir in Form gebracht zu werden. Da schreibe ich gerade noch über Wörter, die so schön sind und – zack – scheinen sie seit Tagen keinen Platz mehr… …weiterlesen
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Kochen können
Ich mache den Kühlschrank auf und in meinem Kopf vermischen sich Gerüche, Geschmäcker und Ideen. Ich blicke zu den Behältern im Vorratsschrank und zu den bereits entstandenen Bildern in meinem Kopf fügt sich eine Basis dazu. Ich schaue zu den Gewürzen, mein Gehirn scheint ihre einzigartigen Noten zu kennen. Ohne daran zu riechen, rieche ich… …weiterlesen
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Einsame Standpunkte
Unsere Gedanken kreisen.Und kreisen.Und kreisen.Und plötzlich stehen wir. Gedankenkreise können kleiner werden. Kleiner und kleiner.Mit all den Informationen, mit all den Gedanken, mit all den Bewegungen, können sie sich leicht auch mal eindrehen. Und wir uns mit ihnen. Denn wir glauben zu wissen und wir wollen, dass das, was wir wissen, stimmt. Wir wollen es… …weiterlesen
