Kategorie: achtsam
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Treffende Angst
Und was, wenn wir beim nächsten Treffen einmal nicht erzählen, wie gut es uns geht? Wenn wir die schönen Geschichten außen vor lassen? Wenn wir uns bereits beim Betreten des Raumes in die Arme fallen, wissend, dass bei allen etwas ist? Etwas, das uns aus der Bahn wirft.Etwas, das uns immer wieder einholt.Etwas, das uns… …weiterlesen
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Übersetzung meiner Gedankenwelt
Wenn ich denke und spreche und schreibe, machen sich Bilder in mir breit. Diese sind manchmal sehr klar und manchmal kann ich nur ihre Umrisse erahnen, sie an ihren Farben erkennen oder ihre Formen erspüren. Um sie greifbar zu machen, versuche ich sie zu beschreiben, versuche sie auf den Boden der Tatsachen zu holen und… …weiterlesen
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Meine Männer
Ich wache vom Rascheln des Backpapiers auf. Es ist Samstagmorgen, ein ganz normaler. Kein Geburts- oder Jahrestag, kein Valentin und auch sonst kein Heiliger in Sichtweite. Als ich die Küchentür öffne, sind die Croissants schon im Ofen und mein Mann steht im Wohnzimmer, um dort die trockene Wäsche abzuhängen. Dieses Bild ist kein besonderes für… …weiterlesen
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Gut zu Fuß
Ich bin gut zu Fuß. Nutze meine Füße (was wir in Österreich als Bezeichnung für die Ganzheit der Geh- und Stehextremitäten verwenden) gerne als Fortbewegungsmittel. Hab mir jetzt sagen lassen, dass das gar nicht so der Erwartung entspricht. Dass das Gehen doch vom Sitzen und Fahren übernommen werden kann. Dass Gehwege zum Spazieren und nicht… …weiterlesen
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Nachtkummer
Die Bettdecke ist zu schwer und zu heiß und mir ist kalt. Die Matratze scheint mir keinen sicheren Ort zu geben. Egal, wie ich mich drehe und wende, ich finde nicht zur Ruhe. Kleine Erdbeben lassen meinen ganzen Körper zucken. Ich beginne zu schwitzen, decke mich ab, ruckartig friere ich und winde mich zurück in… …weiterlesen
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Das Stickeralbum
Früher bei meiner Oma gab es diese Hefte, die für „Frauen in ihren besten Jahren“ gedacht waren. Diese Illustrierten trugen Frauennamen und waren mit Rezepten, Frühlingsoutfitstips und Kinderbeschäftigungskram gefüllt. Und vorne drauf hatten sie immer eine der Jahreszeit entsprechende Beilage: Sticker (oder wie wir zu sagen pflegten: Pickerl). War es Frühling, gab es Osterhasen und… …weiterlesen
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So fad, oh so fad
Es war an einem Montagnachmittag. Mir war fad. So fad. Natürlich hätte ich etwas machen können. Etwas machen sollen. Etwas machen müssen sogar vielleicht. Doch. Ich ließ die Fadheit einziehen in mein Haus. In meinen Kopf und meinen Körper. Und oh, wie sich Fadheit ausbreitete! Als wisse sie ganz genau, was zu tun sei. Wie… …weiterlesen
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Dieser Gedankenzug
„Passagiere mit der Fahrt nach Denklandia bitte einsteigen. Letzter Aufruf! Zerdenkende, sorgende, zweifelnde Passagiere bitte. Das ist der letzte Aufruf.“ Es rattert und zischt, die Lok dampft. Laut, immer lauter werden die Gedanken, die den Zug befeuern. Schnell noch hüpfe ich vom sicher scheinenden Bahnsteig in dieses qualmende Monstrum. Spüre zwar mein Herz rasen, doch… …weiterlesen
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Beschreibend beschrieben
Wenn ich schreibe, weiß ich oft noch nicht, was der nächste Satz mit sich bringen wird. Wie eine Entdeckungsreise, die mein Kopf zwar kennt und meine Hände ausführen, aber mein Verstand erst später begreifen wird. Wenn ich schreibe, gibt es Passagen, die ich danach nicht mehr zuordnen kann. Zwar verstehe ich das Gesagte und Geschriebene,… …weiterlesen
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Wachsam wirken
Ich kann die Wichtigkeit von wachsam gelebter Wirklichkeit gar nicht oft genug betonen. Wann wird Wirklichkeit wachsam gelebt? Wann wirkt wachsam gelebte Wirklichkeit?Wann wachsen wir wirklich in Wachsamkeit? In Momente des Staunens.Der Überraschung.Des Hinschauens.Der Sinnes-Erweiterung. (Im Sinne von Sinne weit offen und weit empfänglich und weitreichend) In Momenten der Spontanität.Des Unwissens.Der Kontrollabgabe.Der Unplanbarkeit. (Eigene außerfahrplanmäßige… …weiterlesen
