Kategorie: achtsam
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Überblick? Fehlanzeige.
Überblick habe ich schon lange nicht mehr. Die Suchfunktion im Downloadordner ist meine einzige Rettung im Dokumentendschungel meines Computers. In unregelmäßigen Abständen habe ich wundersame Ideen und baue Ordnersysteme auf, die mich nur so staunen lassen. Diese Systeme vernachlässige ich dann höchst professionell und daraus kommt eine unendliche Liste an Downloads, die irgendwann (scheinbar) durch… …weiterlesen
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Trinkbare Luft
Als könnte man die Luft trinken. Diese Worte verlassen meinen Mund und während ich sie sage, bewundere ich ihre Stärke. Als könnte man die Luft trinken. So nährend, so frisch, so kräftig fühlt sich alles um mich an. Als könnte man die Luft trinken. Das meine ich auch so. Ich bin nicht durstig, obwohl wir… …weiterlesen
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Was fällt dir ein?
Manche bahnbrechenden Gedanken scheinen aus dem Nichts zu kommen. Sie sind Einfälle – im wahrsten Sinne des Wortes. Sie fallen in schier unscheinbaren Momenten aus allen Richtungen. Dann wollen sie gehört werden, am besten sogar aufgeschrieben, um nicht vom Einfall zum Ausfall oder gar Reinfall zu mutieren. Einer dieser Gedankeneinfälle trug sich vor Kurzem zu:… …weiterlesen
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Kopfkalendarisch gedacht
Ich hab einen Kopfkalender. Darin speichere ich Dinge ab, die mir wichtig sind oder wichtig sein sollen. Dort organisiere ich die Wochen und Monate in Stimmungen, Farben und Formen. Das mache ich nicht bewusst, doch das Schreiben darüber macht mir so einiges bewusst. Wochen haben für mich eine Form wie ein Säulendiagramm, wobei das Wochenende… …weiterlesen
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Zerstreut
Dass ich zerstreut wirke, merkt er an und ich denke an 1000 andere Dinge. Meine Augen flackern, mein Herz pocht. „Bin ich gar nicht!“, schießt es aus mir. Mir ist es bis zu diesem Zeitpunkt nicht aufgefallen und so etwas möchte ich lieber selber rausfinden. Es ist mir unangenehm. Es ist mir zuwider. Ich will… …weiterlesen
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Meine Sprache(n)
Das erste Mal, dass ich mit einer anderen Sprache als meiner Familiensprache konfrontiert war, war als ich in die Schule gekommen bin. Eine Lehrerin korrigierte mich, als ich von Zantimeter sprach (was bei uns daheim „Zentimeter“ hieß). Ein Wort, das anscheinend nicht Schul-Deutsch genug war. Ich war 6 Jahre alt. Der nächste Zeitpunkt, an dem… …weiterlesen
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Wahre Wahrheiten
Warum ich das nicht als Wahrheit titulieren kann, fragt sie mich. Warum ich mir so schwertue, hier klar zu sein und es als Wahrheit zu benennen, schiebt sie nach. Ich stammle etwas davon, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt und dass es doch immer auch auf die Perspektive ankommt und dass Wahrheiten vielleicht im… …weiterlesen
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Notwendig menschlich
Es war eine Ausnahmesituation. Wir kamen zufällig an dem Ort vorbei, an dem wir gebraucht wurden. Mein Herz raste, meine Knie zitterten. Ich war außer mir, alle waren außer sich. Fast. Eine Frau dachte klar, handelte klar und war voll und ganz da. Eine andere telefonierte, gab Auskunft und folgte den Anweisungen am anderen Ende… …weiterlesen
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In vollen Zügen
Da sitzt jemand und schaut aus dem Fenster. Die Landschaft zieht vorbei und wir sitzen in ihr, sind kurze Gäste des Ausblicks, der im nächsten Moment ganz anders aussehen kann. Da sitzt jemand und studiert seitenweise Notenblätter. Vor ihr liegt ein Stapel dieser und sie blättert wie in einer Zeitschrift. Aufmerksam, als würde sie diese… …weiterlesen
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Wie gehts dir?
Sprecht sie aus, diese Worte.Schreibt sie, diese Worte.Schickt sie hinaus in die Welt. Eine kurze Frage, die so oft verwendet wird, wenn wir aufeinander treffen. Die Antworten reichen vom oberflächlichen (und vielleicht aus Selbstschutz herrührenden?) „Gut, danke“ über das (belanglos scheinende?) Schulterzucken hin zum (vielleicht mehr darüber sprechen wollenden?) „Nicht so gut“. Wenn wir uns… …weiterlesen
