Kategorie: kreativ
-
Gesichtergestalten
Ich male diese Gesichtergestalten und habe mich so lange zurückgehalten, habe mir gesagt: Ich kann das nicht.Hab geglaubt, dass das nur was für andere ist.Hab mich zurückgehalten beim Malen und Zeichnen, hab mir gesagt: Ich hab nicht mal meinen eigenen Stil. Wo will ich denn damit bloß hin? Obwohl ichs gerne könnte und täte und… …weiterlesen
-
Gütiges Schreiben
Ich beginne die Seite mit folgendem Satz: „Lasset die Spiele beginnen.“ Und nicht in diesem Moment, nein, es ist der nächste – beginne ich wirklich, wahrhaftig, mit mir selbst zu spielen. Schreibend spiele ich mich von Wort zu Wort, von Satz zu Satz, von Seite zu Seite. Spielend schreibe ich mich freier. Ich spiele dieses… …weiterlesen
-
Nebelschwadentage
An Nebelschwadentagen ist es äußerst ungeschickt, der Erledigungsendlosliste zu sehr nachzujagen. An Nebelschwadentagen könnte mein Sommersonnenkompass sich durchgehend und vierundzwanzig Stunden beklagen. An Nebelschwadentagen gibt es glücksgefühlstechnisch meist so überhaupt nichts Weltenbewegendes zu sagen. An Nebelschwadentagen schlägt jedes Betrübungsgefühl mehr als sonst auf den feinen Empfindungsmagen. An Nebelschwadentagen vermischen sich in jedem Kopf die Bedeutungsmomente… …weiterlesen
-
Dekonstruiertes Mosaik
Aufbauen, aufbauen, aufbauen. Neues schaffen, etwas hinterlassen.Irgendetwas machen, das sichtbar ist. Egal, was es ist. Aufbauen und konstruieren.Ein Leben, ein Haus, eine Beziehung. Meinungen, neue Einsichten und den Masterplan. Aufbau ist gut, ist wichtig, ist besser als sein Gegenteil.Wer, wenn nicht wir, sollte jetzt etwas Neues beginnen? Etwas Großes erschaffen? Etwas Wichtiges erneuern? Doch dann… …weiterlesen
-
Unaufgeregt schön.
Sie ist diese Zeit, die irgendwie langsamer zu vergehen scheint. Die Tage, die keine Uhr brauchen, die den Rhythmus selbst bestimmen. Sie ist dieser kleine, unaufgeregte, leise Moment, der es schafft, in meinem Inneren Wärme auszulösen. Sie ist dieser Schluck heißer, duftender Tee, der mich weitet und durchatmen lässt. Sie ist das Gespräch mit Menschen,… …weiterlesen
-
Regensterne
Und die Regentropfen am Fenster sehen aus wie der Sternenhimmel. Viele sind es und schön sind sie. Und eigentlich sollte der Regen um diese Zeit Schnee sein und eigentlich sollte ich gerade jetzt zurückblicken, innehalten und still sein. Doch die Regentropfen am Fester sind Regentropfen und in mir ist es gerade nicht still. Und die… …weiterlesen
-
Unser Buch
Da liegt es nun. Unser Buch. Ein Buch voller Liebe, voller Arbeit, voller Recherche, voller Wortspielereien, voller Farben und voller Leben. Unser Buch. Ein Buch, das uns die letzten Monate täglich beschäftigt hat. Ein Buch, das viel Zeit und Aufwand gekostet hat. Ein Buch, das mir einen Traum vom eigenen Kinderbuch erfüllt. Unser erstes Buch,… …weiterlesen
-
Nicht zu eng
Wie sperrig diese Buchstaben manchmal vor mir liegen. Wie unförmig angeordnet sie scheinen. Wie unlustig, unrund, unschön sie einfach da sind und nichts tun und warten, von mir in Form gebracht zu werden. Da schreibe ich gerade noch über Wörter, die so schön sind und – zack – scheinen sie seit Tagen keinen Platz mehr… …weiterlesen
-
Kochen können
Ich mache den Kühlschrank auf und in meinem Kopf vermischen sich Gerüche, Geschmäcker und Ideen. Ich blicke zu den Behältern im Vorratsschrank und zu den bereits entstandenen Bildern in meinem Kopf fügt sich eine Basis dazu. Ich schaue zu den Gewürzen, mein Gehirn scheint ihre einzigartigen Noten zu kennen. Ohne daran zu riechen, rieche ich… …weiterlesen
-
Wie Verliebtsein, nur anders
Es ist wie Verliebtsein, nur anders. Wie Vorfreude, nur tiefer. Es ist wie Überraschung, nur dass ich schon Bescheid weiß. Es ist wie etwas, das ich immer schon erwartet, auf das ich aber nicht gewartet habe. Es ist wie Schmetterlinge im Bauch, nur bei mir eher im Kopf und den Fingern. Was es ist, fragt… …weiterlesen
