Autor: Katharina Bacher
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Existenzzwecke
Ich hab mal wieder ein Buch gelesen. Eines von denen, aus denen ich für mein Leben etwas herausziehen kann. Eines von denen, die mir am Anfang so weit weg schienen und bei denen ich ziemliche viele Seiten lesen musste, um die Worte für mich zu verstehen. Ich hab dieses Buch zufällig bei einer dieser Buchtankstellen… …weiterlesen
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Lebendiger Tod
Es ist die Zeit, ja sogar genau der Tag, an dem sich die Welten begegnen. Die Welt der Lebendigen und die Welt der Toten. Wir begegnen uns auf unterschiedliche Weise, haben Bräuche und Rituale, gedenken ihrer und verkleiden uns vielleicht sogar als sie. Die Welten begegnen sich und vermischen sich, in kleinen Stücken. Die Nacht… …weiterlesen
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Sonntagsluft
„Ich denke daran, wie die Sonntage sein werden, wenn die Montage nicht mehr die Woche zerteilen. Ich denke an die freie Zeit und die Luft, die ich haben werde.“ Dieser Text stammt von einer Postkarte, die ich mir vor nun schon über einem Jahr selbst geschrieben habe. Es war Teil einer Ausstellung im Museum und… …weiterlesen
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Lebe jeden Tag…
Ich find ihn schwierig, diesen Satz. Ich finde auch die Einstellung schwierig. Und in der Umsetzung bin ich mir auch nicht sicher, wie man das anstellen kann. Der Satz, von dem ich spreche, ist einer dieser Kalendersprüche, die inflationär verwendet werden. Einer dieser Sprüche, die irgendwie gar nichts mehr meinen, die schon so oft gesagt… …weiterlesen
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Wie Verliebtsein, nur anders
Es ist wie Verliebtsein, nur anders. Wie Vorfreude, nur tiefer. Es ist wie Überraschung, nur dass ich schon Bescheid weiß. Es ist wie etwas, das ich immer schon erwartet, auf das ich aber nicht gewartet habe. Es ist wie Schmetterlinge im Bauch, nur bei mir eher im Kopf und den Fingern. Was es ist, fragt… …weiterlesen
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Milchglasklar
Wir stehen wie versteinert da. Sie scheint Schmerzen zu haben, große Schmerzen. Liegt neben uns, atmet schwer ein und aus. Sie steht auf, die Schmerzen scheinen zurückgegangen zu sein, doch wir haben ein Gefühl: Gleich wird es losgehen. Sie ist groß und stark, ganz alleine hat sie sich einen Platz gesucht. Die anderen scheinen kaum… …weiterlesen
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Nahe am Ende gebaut
Wir sind schon nahe am Ende gebaut. Immer kanns sein und immer kanns passieren. Immer kanns aus sein und wissen tun wirs nie. Wir sind schon nahe am Ende gebaut. Manche näher, manche ferner. Doch wissen tun wirs erst danach. Wir sind schon nahe am Ende gebaut und ändern können wir das nicht. Wir sind… …weiterlesen
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Vom Teig, der aufgeht
Wie ein zäher Teig wälze ich mich aus der Türe. Jeder Schritt ist schwer, zäh und dauert lange. In mir drinnen ist alles verschlossen und trotzdem gehe ich fast über, bin unklar und unrund. Und weiß gar nicht so recht, warum. Ich gehe weiter, bei jedem Schritt kommt es mir so vor, als würde ich… …weiterlesen
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Nahe sein
Was uns nahe sein lässt, ist die Zeit, die wir miteinander verbringen. Die Zeit, in der es das andere nicht schafft, uns voneinander loszureißen, in der du und ich wichtig sind. Die Zeit, die wir uns nehmen füreinander. Was uns nahe sein lässt, ist die Qualität unseres Beisammenseins. Die Beschaffenheit des Moments, die Art und… …weiterlesen
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Meine Schnelligkeit
Ich hab da eine Eigenschaft, die mir oft gelegen kommt. Eine, die praktisch ist und auch gern gesehen, so bekomme ich das immer wieder rückgemeldet. Ich bin schnell. Schnell im Denken und Handeln, schnell im Entscheiden und Lösungen finden. Bin schnell im Agieren und Reagieren, schnell im Verstehen und Begreifen. Ich bin schnell, wenns darum… …weiterlesen
