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Spiegelbildreflexion
Ich mag mein Spiegelbild. Meistens. Ich schaue gerne in den Spiegel und bin in freundschaftlichem Verhältnis damit. Im ganz wesentlichen und wortwörtlichen Sinne. Im übertragenen wirds schon etwas schwieriger… Denn was ich nicht so mag, ist der Spiegel, den ich vorgehalten bekomme. Der Spiegel, der mir schmerzhaft klarmacht, wie verletzend manche meiner Seiten, meiner Aussagen,… …weiterlesen
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Genugtuung
Dieser Text handelt vom „Genug“. Vom Genugsein, vom Genugtun, vom Genugfühlen und Genügen. Es gibt in meinem Leben so Tage, da kommt mir nichts genug vor. Da renne ich von einem zum anderen Ort, da haste ich durch die Gefühlslagen, lasse mich von Strömen der Unzufriedenheit mitreißen, da schütte und schütte ich meine Pläne in… …weiterlesen
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Die Internetseifenblase
Oh, wie wunderbar sie glänzt, diese Blase, in der ich mich im Internet befinde. In der ich mich selbst spiegle, in der der Übergang von Realem zu Surrealem, von Digitalem zu Analogem, von „meine Welt“ und „deine Welt“ so dünnhäutig und filigran und doch so elastisch und formbar sind. Sie schimmert und glänzt und strahlt… …weiterlesen
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Prozesshochzeit
Ein Hoch auf Prozesse!Aufs naive Beginnen und auf LeichtigkeitsüberquellungAuf Ideen, die kommen und bleiben und wieder gehenAuf Einfälle und Ausfälle und Umfälle Ein Hoch auf Prozesse!Aufs ImmerwiederändernAufs auf Umwegen neue Wege FindenAufs Um- und Nach- und Rundherumdenken und -tun Ein Hoch auf Prozesse!Auf Kreuzungen und Gabelungen und SackgassenAuf Schaukelbewegung und Rutschgeschwindigkeit und KopfindensandsteckenAufs Luftschnappen und… …weiterlesen
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Viel zu tragen
Ich trage keine Schminke, weil das nicht feministisch ist.Ich trage keine kurzen Hosen, weil meine Beine nicht schön genug sind.Ich trage (oder trug) kurze Haare, um aufzufallen, um aus der Reihe zu tanzen, um den Vorstellungen anderer ein Schnippchen zu schlagen.Ich trage keine tief ausgeschnittenen Kleider, weil ich nicht will, dass man(n) mir auf die… …weiterlesen
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Wohlwollendes Weinen
„Wann hast du das letzte Mal geweint?“ Bei einem Abendessen mit Bekannten kam plötzlich diese Frage auf. Reihum beantworteten wir diese. Bei manchen war es Monate her, bei anderen einen Tag. Bei mir ist es nie lange her, mein letztes Weinen. Gestern habe ich geweint, weil ich wütend war, zum Beispiel. Weil etwas so ganz… …weiterlesen
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Hier gehts um Menschen.
Fast schon taub streiche ich die Nachrichten vom Bildschirm. Bilder des Schreckens erschrecken mich erschreckend wenig. Videos, in denen Menschen vor Grenzen in Schlangen stehen, machen mich betroffen, doch betreffen mich in meiner kleinen Welt so wenig. Manchmal, da denk ich mir, ob ich mich nicht zu sehr abschirme. Mich zu sehr zurückziehe, mich zu… …weiterlesen
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Friedenkriegen
Ich krieg es nichtIn meinen Kopf Was passiertPassiert istPassieren wird Krieg es nichtÜbers Herz Zu glaubenZu schweigenMeine Augen zu verschließen Krieg es nichtÜber meine Lippen Was ich wirklichSagen willGesagt werden sollte Ich krieg es nichtAus meinem KopfAus meinem Herzen Und stell mir vorWie sie wärDiese WeltIn der wir alle Frieden kriegen. …weiterlesen
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Gegengewicht
Ich bin eine Verfechterin der Leichtigkeit. Liebe das Leichte, bin leicht, will Leichtes und strebe die allgemeine Leichtigkeit in meinem Leben an. Ich bin eine Verfechterin der Leichtigkeit. In guten wie in schlechten Zeiten, in Hochs und Tiefs und irgendwo dazwischen. Nun ist es so, dass ich meine Meinung etwas beuge. Meine Ansicht etwas verändere… …weiterlesen
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Du roter Faden
Vergiss nichtdass der rote Fadenden du suchstund suchstund suchstund vielleichtfindestimmer du bist. Der rote Faden,der du warstder du bistder du sein wirstin deinem Leben. Der rote Fadender seine Richtung ändertder sich verheddertder sich verknüpftsich durch das kleinste Nadelöhr windetder sich eindrehtseine Farben ändertverloren scheintdieser rote Fadenbist duin deinem Leben. Vergiss nichtdass allesdas du bistund tustund… …weiterlesen

