Kategorie: verbunden
-
Kopfkalendarisch gedacht
Ich hab einen Kopfkalender. Darin speichere ich Dinge ab, die mir wichtig sind oder wichtig sein sollen. Dort organisiere ich die Wochen und Monate in Stimmungen, Farben und Formen. Das mache ich nicht bewusst, doch das Schreiben darüber macht mir so einiges bewusst. Wochen haben für mich eine Form wie ein Säulendiagramm, wobei das Wochenende… …weiterlesen
-
Zerstreut
Dass ich zerstreut wirke, merkt er an und ich denke an 1000 andere Dinge. Meine Augen flackern, mein Herz pocht. „Bin ich gar nicht!“, schießt es aus mir. Mir ist es bis zu diesem Zeitpunkt nicht aufgefallen und so etwas möchte ich lieber selber rausfinden. Es ist mir unangenehm. Es ist mir zuwider. Ich will… …weiterlesen
-
Scham, erklärt an meinem Körper
Scham ist eines der Gefühle, das ich immer schon kenne. In Bezug auf meinen weiblichen Körper erinnere ich mich an das erste Schämen, als ich mit 11 meine Menstruation bekommen habe. Am Klo sitzend, nicht begreifend, was da passierte – doch noch mehr die Tatsache, dass meine Mama einer engen Freundin am Telefon fast nebensächlich… …weiterlesen
-
Meine Sprache(n)
Das erste Mal, dass ich mit einer anderen Sprache als meiner Familiensprache konfrontiert war, war als ich in die Schule gekommen bin. Eine Lehrerin korrigierte mich, als ich von Zantimeter sprach (was bei uns daheim „Zentimeter“ hieß). Ein Wort, das anscheinend nicht Schul-Deutsch genug war. Ich war 6 Jahre alt. Der nächste Zeitpunkt, an dem… …weiterlesen
-
Wahre Wahrheiten
Warum ich das nicht als Wahrheit titulieren kann, fragt sie mich. Warum ich mir so schwertue, hier klar zu sein und es als Wahrheit zu benennen, schiebt sie nach. Ich stammle etwas davon, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt und dass es doch immer auch auf die Perspektive ankommt und dass Wahrheiten vielleicht im… …weiterlesen
-
Notwendig menschlich
Es war eine Ausnahmesituation. Wir kamen zufällig an dem Ort vorbei, an dem wir gebraucht wurden. Mein Herz raste, meine Knie zitterten. Ich war außer mir, alle waren außer sich. Fast. Eine Frau dachte klar, handelte klar und war voll und ganz da. Eine andere telefonierte, gab Auskunft und folgte den Anweisungen am anderen Ende… …weiterlesen
-
In vollen Zügen
Da sitzt jemand und schaut aus dem Fenster. Die Landschaft zieht vorbei und wir sitzen in ihr, sind kurze Gäste des Ausblicks, der im nächsten Moment ganz anders aussehen kann. Da sitzt jemand und studiert seitenweise Notenblätter. Vor ihr liegt ein Stapel dieser und sie blättert wie in einer Zeitschrift. Aufmerksam, als würde sie diese… …weiterlesen
-
Wie gehts dir?
Sprecht sie aus, diese Worte.Schreibt sie, diese Worte.Schickt sie hinaus in die Welt. Eine kurze Frage, die so oft verwendet wird, wenn wir aufeinander treffen. Die Antworten reichen vom oberflächlichen (und vielleicht aus Selbstschutz herrührenden?) „Gut, danke“ über das (belanglos scheinende?) Schulterzucken hin zum (vielleicht mehr darüber sprechen wollenden?) „Nicht so gut“. Wenn wir uns… …weiterlesen
-
Haushalten
So ein Haushalt, das ist schon eine echt herausfordernde Sache. Das stelle ich jetzt mal so in den Raum. Da gibt es Aufgaben, die sich täglich mehrmals wiederholen und andere, die zufrieden sind, wenn sie einmal monatlich oder gar alle paar Monate Aufmerksamkeit bekommen. Da gibt es die kleinen, nebensächlichen Tätigkeiten und da gibt es… …weiterlesen
-
Treffende Angst
Und was, wenn wir beim nächsten Treffen einmal nicht erzählen, wie gut es uns geht? Wenn wir die schönen Geschichten außen vor lassen? Wenn wir uns bereits beim Betreten des Raumes in die Arme fallen, wissend, dass bei allen etwas ist? Etwas, das uns aus der Bahn wirft.Etwas, das uns immer wieder einholt.Etwas, das uns… …weiterlesen
